Schwierigkeiten

Warum ist Design Thinking im Unternehmen nicht so einfach anzuwenden? Vermutlich bleiben die Modi Empathize, Define, etc. für viele Menschen lange abstrakt – zumindest ging es mir so -, was dazu führt, dass sie für die meisten Zwecke zunächst unpassend wirken. Dass es sich bei den Modi um Anglizismen handelt, die so gar nicht dem bodenständigen Usus in der deutschsprachigen Arbeitswelt entsprechen, ist sicher nur eine der offensichtlicheren Ursachen dafür. Wahrscheinlicher und sicherlich schwerwiegender scheint mir, dass Design Thinking teilweise im Widerspruch zu der etablierten Kultur und dem Verständnis von Arbeit steht. Unter diesen Umständen ist es zweifellos schwierig, sich im laufenden Wettbewerb auf einen Designprozess einzulassen, der einen Arbeitskreislauf suggeriert, bei dem die Lösungen nie aus dem Teststadium hinauswachsen. Oft tragen auch profane Gegebenheiten dazu bei: Wichtige Mitarbeiter können nicht mehrere Tage das Alltagesgeschäft verlassen und in einem Raum zusammenbleiben oder die Herausforderungen im Betrieb ähneln nicht den Fallbeispiele des Stanford Colleges und es entsteht kein brauchbares Briefing. Sind diese Hürden genommen, setzt Design Thinking ein hohes Maß an methodischem Wissen und Übung voraus (mindestens fünf Techniken, für jeden Modus eine). Viele Anwendungsfälle erschließen sich erst durch dieses Wissen und die Übung.

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